Donnerstag, 1. November 2012

80 Mile Beach – Port Hedland – Karratha


Eigentlich wollten wir heute früh losfahren, waren auch gut drin. Dann freundete sich Nick mit zwei deutschen Kindern an und erzählte deren Vater von unserem Erlebnis letzte Nacht. Der kam dann rüber und wollte genaueres über die Schildkröten wissen. Und so plauderten wir und plauderten, während die Kinder spielten. Wir mochten es Nick ja so gönnen. Die Familie ist ebenfalls in Richtung Perth unterwegs und evtl. treffen wir sie ja wieder.
Dafür fuhren wir ziemlich spät weg. Am Pardoo Roadhouse gabs einen Imbiss (Beef Pie und Chicken Wings). In Port Hedland fuhren wir ins Städtchen, sahen jede Menge riesige Road Trains. In der Nähe gibt es eine Eisenerzmine und die Lastwagen schaffen das Eisenerz hier in den Hafen, von wo aus es in die Welt verschifft wird. Wir fuhren zu einem Parkplatz am Hafen, wo man die Frachter ein- und ausfahren sehen soll. Leider kam nur gerade keiner. ;-) Dafür haben wir später noch einen dieser ewig langen Züge gesehen. Er bestand aus 2 Loks und 124 Anhänger!!
Vollgetankt und eingekauft haben wir auch noch.
Um 18.20 Uhr erreichten wir den Zeltplatz in Karratha und das Büro war schon zu. Zum Glück gab es eine Glocke und wir haben noch einen Platz bekommen.


80 Mile Beach: Hanging around


Wir haben uns aufs ausschlafen gefreut, aber die fingen morgens um 7 Uhr an, den Platz zu bewässern. :-(
Heute war Wäsche waschen angesagt, Muscheln sammeln, rumhängen, ein bisschen das Auto umpuffen etc.
Als wir sahen, dass jemand am Fisch ausnehmen war, gingen wir hin um das zu beobachten. Die netten Australier fingen sofort an zu plaudern und brachten uns zum Abendessen das gerätefreie Filet des Fisches vorbei, das wir nur noch in die Pfanne hauen mussten. Hmm, war das fein.
Um ca. 22.30 Uhr weckten wir Nick, damit er auch die Schildkröten sehen konnten. Wir glaubten zwar nicht wirklich daran, dass er still genug sein konnte. Aber tatsächlich. Heute sahen wir nur eine, waren aber wegen Nick auch nicht lange dort. Roger und Nick lagen auf der Picknickdecke und wir warteten, bis sie zum Meer zurück ging. Plötzlich drehte sie wieder ab und kam wieder den Strand hoch direkt auf Roger und Nick zu. Die beiden bekamen zwei Ladungen Sand ab mitten ins Gesicht. ;-) Roger hatte sogar die Flosse im Gesicht. Dann zog sie an ihnen vorbei. Und wir machten uns aus dem Staub. Läck, ist uns das eingefahren, war sie doch etwas über einen Meter gross!



Broome – 80 Mile Beach


Heute hatten wir die erste Monsterroute vor uns. Wir dachten eigentlich, wir müssten nur noch schnell ins Visitor Center und in den McDonalds, um den Blog zu aktualisieren. Aber die Leitung war so langsam, dass wir bald aufgaben. Und im Visitor Center schickten sie uns weiter. ;-) Nachdem wir den Nationalparkpass gekauft hatten und uns im Telstra Shop mit dem Internetstick helfen liessen wurde noch vollgetankt und dann los.
Nach knapp 3,5 Stunden Fahrt erreichten wir das Sandfire Roadhouse, wo wir wieder volltankten und die restlichen 45 km zum 80 Mile Beach Caravan Park unter die Räder nahmen.
Nun haben wir uns hier für zwei Nächte einquartiert. Nick hat innert Minuten eine kleine Neuseeländerin kennengelernt. Der Strand ist der Hammer und was für tolle Muscheln es hier zum sammeln gibt! J
Als Nick schon schlief, wollten wir beide noch schnell sehen, wie es am Strand aussieht, wenn die Flut da ist bzw. wie hoch das Meer am Strand kommt. Da standen ein paar Leute und waren ganz still. Wir verstanden gar nicht, was los war,  bis einer auf uns zukam und uns erklärte, wir sollten ganz still sein, da seien Schildkröten am Eier legen. Wow, tatsächlich sahen wir zwei riesige Schildkröten (Flatback Turtles) Sand schaufeln. Eine davon verliess kurz darauf das Nest, um ins Meer zurück zu kehren. Dann plötzlich tauchte noch eine weitere aus dem Meer auf, die aber nur ein paar Meter auf den Strand kam und dann wieder umkehrte. Irgendwie war wohl einer von uns Menschen zu nah. Schade. Wir warteten, bis die Letzte auch wieder im Meer verschwand und gingen dann ins Bett.



Schildkrötenspuren im Sand


Immer noch Broome ;-)


Eigentlich haben wir gestern beschlossen, ans Cape Leveque zu fahren. Aber heute Morgen wieder entschieden, den Tag lieber noch in Broome und Umgebung zu verbringen. Uns gefällt es einfach hier. ;-) Und es gibt so viel zu tun und zu sehen.
So sind wir zum Gantheaume Point gefahren, wo man bei sehr tiefer Ebbe angeblich Dinosaurier-Spuren auf den Felsen im Meer sehen kann. Es ist wunderschön da. Man sieht über die roten Felsen zum weissen Cable Beach und davor das türkisfarbene Meer. Nach einem Stopp am Redell Beach sind wir zur Roebuck Bay gefahren. Wow, hier wäre ein Zeltplatz direkt am Meer und daneben ein Kinderspielplatz mit einem fantastischen Wasserspielplatz.
Noch ein paar Sachen eingekauft im Campingladen und dann wieder zum Cable Beach. Dieses Mal hatten wir Nicks Sändelisachen dabei. Und fuhren mit dem Auto auf den Strand. Schöner Sonnenuntergang und Nick konnte etwas baden und sändelen.
Beim letzten Stück der Auffahrt vom Strand weg sind wir fast stecken geblieben. Der Sand ist dort sehr sehr tief. Uff, was für ein Schreck. Aber beim zweiten Anlauf mit der kleinsten 4WD-Untersetzung klappte es dann. 





Broome und droom heroom...;-)


Was für eine Nacht... heiss, heiss, heiss! So kann man ja nicht schlafen. Da Nick noch hustet, haben wir die Klimaanlage im Camper nicht eingeschaltet und ich hoffte verzweifelt auf ein kühles Lüftchen. Aber nichts da. Todmüde erwachte ich am Morgen. Während Roger schon mit Nick in den Pool sprang, schlief ich dann nochmals ein. Habe ich nicht den besten Mann der Welt? J
Nach dem Frühstück fuhren wir nochmals ins Einkaufscenter, holten Plastikboxen und bekamen auch einen Internetstick im Coles. Jetzt muss ich ihn nur noch zum laufen bringen, hatte aber bisher noch gar keine Zeit. Überhaupt habe ich gar keine Zeit fürs Internet oder unsere E-Mails. Früher gingen wir oft in Internet-Cafés, aber das wäre Nick ja sowieso zu langweilig. Ausserdem gibt’s so viel zu sehen und zu tun. ;-)
Dann machten wir einen Ausflug in den Malcolm Douglas Wilderness Park. Malcolm Douglas kennt vielleicht der Eine oder Andere von euch, das ist dieser bärtige Typ, der jeweils im TV kommt. Er fängt auffällige Salzwasser-Krokodile ein und ist ständig am Barramundi-Fischen bzw. war. Er verunfallte vor ein paar Jahren (?) tödlich.
Wir kamen gerade richtig auf die Krokodil-Fütterung und Nick durfte auch noch ein junges Krokodil in die Hand nehmen. Wir sahen auch viele andere Tiere: Känguruhs, Emus, Dingos, Kakadus etc.
Um 17 Uhr verliessen wir den Park und fuhren zum Sonnenuntergang an die Cable Beach. Nick flippte fast aus, dass er eeendlich wieder am Meer ist und nachdem ich ihm sagte, er solle doch die Shorts ausziehen, weil sie ja sowieso nass wurden, tobte er kurz darauf schon in den Unterhosen im Meer herum. ;-)
Nun sitzen wir noch vor dem Camper und trinken ein Glas Wein und überlegen, ob wir nicht doch nochmals ans Cape Leveque fahren wollen. Wir sind eben heute am Wegweise vorbeigefahren und da kamen halt schon wunderschöne Erinnerungen auf.